London im Winter

am 25. Feb 2020   /   0   /  

London im Winter. England ist allgemein nicht gerade berühmt für das tollste Wetter und ein trüber Wintertag klingt nicht unbedingt nach dem besten Hintergrund für ungefilterte Schnappschüsse vom City Trip. Dennoch, London wäre nicht London, wenn es nicht auch im Winter jede Menge Spannendes zu sehen gäbe!

Telefonzelle Palace of Westminster London

London im Winter: Praktische Tipps und Infos für Aktivitäten im Winter

Winter sind in London normalerweise nicht bitterkalt. Schnee ist eher eine Seltenheit. Meistens liegen die Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad, nachts eventuell auch mal am Gefrierpunkt. Den berüchtigten Dauerregen gibt es eher im Frühling, Winter sind in England tatsächlich meist trocken, aber oft mit beißendem Wind verbunden. Zum Glück gibt es aber auch nach Weihnachten noch immer atmosphärische Pubs oder Teestuben zum Aufwärmen und Verschnaufen.

London im Winter: Allgemeine Tipps

Bei Kälte und Nässe habt ihr vielleicht keine Lust, alle Londoner Sehenswürdigkeiten zu Fuß abzuklappern, da bietet es sich an, eine Stadtrundfahrt zu machen.

Auch in Museen könnt ihr dem Regen entkommen. Und wenn ihr euch im Trockenen in London fortbewegen möchtet, könnt ihr die U-Bahn nehmen. Hier findet ihr alle Infos zu den verschiedenen U-Bahntickets.

Golden Tours Hop on hop off London

Um aus eurem Londonaufenthalt alles rauszuholen, gibt es hier noch einen allgemeinen Veranstaltungskalender!

London im Winter: Veranstaltungen und Events

Zum Jahresanfang gibt es einige Events die alljährlich fest im Londoner Kalender eingetragen sind.

1. Burns Night

Burns Night, am 25. Januar, ist ein schottischer Feiertag zu Ehren des schottischen Dichters Robert Burns, bekannt durch das Volkslied Auld Lang Syne („Nehmt Abschied Brüder“, gerade erst im Europaparlament zum Brexit gesungen). Traditionell wird zur Burns Night ein Haggis, eine schottische Scheußlichkeit aus Magen, Herz, Leber, Lunge und Nierenfett vom Schaf, mit Zwiebeln, Hafermehl und Pfeffer gewürzt, von Dudelsackbläsern umringt feierlich hereingetragen, dann mit diversen Oden und Ständchen geehrt und schließlich aufgeschnitten und serviert.

Dazu gibt es Kartoffeln, Rüben und Whiskey. Danach wird wild getanzt, die traditionellen schottischen ceilidhs sind mit viel Energie und Gehopse verbunden und erfreuen sich immer mehr Beliebtheit gerade beim abenteuerhungrigen jungen Hipster Publikum.

2. Chinesisches Neujahr

Das Chinesische Neujahr fällt zwischen Ende Januar und Anfang Februar. Diese Jahr beginnt am 26. Januar das Jahr der Ratte. Londons China Town im Viertel Soho ist die größte chinesische Community außerhalb Asiens und dementsprechend ordentlich wird auch das Chinesische Neujahr gefeiert, mit Paraden, Drachentanz und besonderen Menüs in den zahllosen Restaurants. Die Ratte steht übrigens im Chinesischen Tierkreiszeichen für Optimismus, Cleverness und Erfolg.

3. Lumiere London Festival

Alle zwei Jahre wird die dunkle Winterzeit vom Lumiere London Festival erhellt, mit hochkreativen Lichtinstallationen in der ganzen Stadt. 2020 findet Lumiere nicht statt, aber in und um Chiswick House in West London wird zum ersten Mal mit Lightopia eine ähnlich magische Licht-Landschaft aufgebaut (22. Januar bis 1. März)

4. Vault Festival

Kultverdächtig ist mittlerweile das Vault Festival, eine 7-wöchiges Spektakel für Kleinkunst und Theater. Die Vaults sind ein relativ gruseliges Gewölbe von Kellern und Tunneln unter Waterloo Station, grafitti-verschmiert und moderig, dennoch trifft sich hier jedes Jahr die Theaterszene und hofft, in dem überbordenden Angebot von Shows – von Cabaret bis Comedy – das neue große Ding zu finden. Üblicherweise gibt es auch jedes Jahr eine Show über die dann alle reden – hier sieht man sie zuerst (28. Januar bis 22. März).

5. London International Mime Festival

Ebenfalls etwas für Fans von skurrilem Theater ist das jährliche London International Mime Festival. Dabei gibt es hier nicht nur klassische Pantomime – alles an physischem Theater was ohne Text auskommt, von Marionetten bis Tanz, ist vertreten (8. Januar bis 2. Februar).

6. London Fashion Week

Der internationale Modezirkus kommt ebenfalls im Januar in die Stadt zur London Fashion Week. Modenschauen sind meistens relativ exklusive Events, für Normalsterbliche gibt es aber genug crazy Outfits unter den Streetstyle Bloggern zu sehen.

7. Winterschlussverkauf

Für Fashion Lover lohnt sich London im Winter auf jeden Fall für die Sales. Anders als in Deutschland wird in London relativ schnell Designerware auf 50% reduziert und gewitzte, gut vorbereitete Shopper können definitiv hochkarätige Schnäppchen machen. Oxford Street ist und bleibt Londons Shopping-Ader Nummer 1 für Highstreet Labels. Für Luxus ist Selfridges kaum zu überbieten, und noch nicht wie Harrods zur absoluten Shopping Hölle, aus der man nie wieder herausfindet, mutiert. Liberty’s ist ein kleines feines Kaufhaus in Regent’s Street, ein entzückendes Mittelalterliches Gebäude im Tudor Stil mit toller Mode und witzigen Geschenken.

London Oxford Street Shopping

London im Winter: Kulinarische Geheimtipps

1. Sich bei einem Afternoon Tea aufwärmen

Nach einem ausgiebigen Shopping Trip ist ein üppiger Afternoon Tea genau richtig zum Erholen. Afternoon Tea ist natürlich nicht nur eine Tasse heißes Wasser, sondern eine echte englische Zeremonie, bei der man sich traditionell von warmen Scones über Mini Sandwiches bis zum süßen Dessert durchschnuckelt, traditionell gereicht auf einer dreistöckigen Etagere. In der Luxusvariante gibt es dann noch ein Glas Prosecco dazu. Nicht ganz billig, aber extrem zu empfehlen, zumal es genau zur Teezeit im Winter dunkel und ungemütlich wird.

Im Ritz Hotel oder im Wolsely bei Green Park kann man den Afternoon Tea ganz traditionell zelebrieren, aber in jedem Café unterschiedlicher Preisklasse lohnt sich die Auszeit.

2. Sunday Roast

Ein weiteres Food Highlight im Winter ist natürlich ein schönes traditionelles Sunday Roast, die englische Variante des Sonntagsbratens. In jedem beliebigen Pub wird am Sonntag ausgiebig gekocht und geschmaust – Soße kann man übrigens meist nach Belieben nachnehmen – und wenn dann noch ein Feuer im Kamin brennt, kann man die hektische Stadt da draußen getrost für einen Moment vergessen. Englisches Essen ist nicht gerade weltbekannt… aber ein Sunday Roast hat schon was!

3. National Pie Day

Im Januar ist auch National Pie Day. Eine gute Englische Pie hat eine knusprige Teigkruste, gefüllt zum Beispiel mit Steak and Ale, also Rindfleisch, das in Bier gekocht ist. Klingt merkwürdig, schmeckt aber echt gut! An einer traditionellen Pie Bude wird die Pastete serviert auf einem Berg Kartoffelpüree und Soße gibt es wieder ohne Ende.

4. Pancake Day

Wer immer noch nicht satt ist: Was in Deutschland die Berliner oder Krapfen zum Fasching, ist in England Pancake Day oder Shrove Tuesday, dieses Jahr am 25. Februar. Dann werden wieder in sämtlichen Cafes und Bäckereien Pfannkuchen angeboten, ein Relikt aus religiösem Brauch. Shrove Tuesday ist traditionell der letzte Tag an dem fett gegessen werden darf, bevor die Fastenzeit beginnt. Hausfrauen mussten also schnell ihren Bestand an Milch, Butter und Eiern aufbrauchen, damit das gute Zeug nicht verdirbt. Heute sind auf einmal Espresso Martini Pancakes ganz in Mode, mit Bergen von Sahne und mit Alkohol übergossen – mit Fasten hat das nur noch wenig zu tun!

5. Veganuary

Wenn die Völlerei zu weit geht: Januar, genannt Veganuary, ist auch der Monat, um vegane oder vegetarische Küche auszuprobieren und viele Restaurants schließen sich alljährlich dem Trend an. An einem klaren kalten Tag kann man am besten schöne Aussichten genießen, zum Beispiel von Primrose Hill auf die Skyline oder noch höher, von der Shard oder dem London Eye.

6. Ice Bar London

Danach ein winterlicher Drink? Die Ice Bar ist Londons coolste Bar – im wahrsten Sinne des Wortes! Permanent auf -5 Grad gehalten, bekommen hier Gäste Capes und Handschuhe gestellt und können aus gefrorenen Gläsern eisgekühlte Drinks von der aus Eis gehauenen Bar probieren. Oder man kann eines der wirklich niedlichen Igloos rund um Southbank mieten und sich mit einer Gruppe von Freunden wie in einem Mini-Restaurant mit Privat Service verwöhnen lassen.

7. Krimi-Dinner

Lust auf noch mehr außergewöhnliche gastronomische Erlebnisse? Die beliebte Fernsehserie Peaky Blinders dient als Inspiration für ein Krimi-Dinner inmitten der mafiösen Shelby Familie.

8. Ein Besuch im Katzencafé

Ebenfalls außergewöhnlich und definitiv kuschelig ist ein Besuch in Lady Dinah’s Cat Emporium, Londons erstem Katzencafé. Hier kann man mit dem Entry, Cats and a Cuppa Ticket für £10 seinen Tee in der Gesellschaft von warmen Fellnasen genießen. Die Katzen sind alle aus Heimen adoptiert. Schöner kann man sich im Winter wohl kaum das Herz erwärmen!

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